Lage der Liga – Halbzeitbilanz Kreisliga Sinsheim

Eine Winterpause, die in diesem Jahr tatsächlich einmal ihren Namen verdient.

Eiskalt liegt das sinsheimer Fußballland da draußen. Umso schöner, sich mit einem warmen Kaba vor den Kamin zu kuscheln und ein wärmendes „Lage der Liga“ in den Äther zu posaunen. Und dank unseres Kreisliga-Sommerspecials können wir uns sogar an unseren eigenen, stümperhaften Tipps messen.

 

Sonderheft Vorschau 25/26

 

Also: Halbzeitbilanz in der Kreisliga Sinsheim.

 

Um den Titel der größten positiven Überraschung zanken sich zwei Vereine in Schwarz-Gelb.

Der SV Treschklingen auf Tabellenplatz drei und Aufsteiger SV Tiefenbach auf Rang sechs haben unsere Erwartungen deutlich übertroffen. Mit Samuel Kronig und Spielertrainer Jason Walzel stellt der Liganeuling sogar zwei Torjäger unter den Top 5 der Torschützenliste. Für Tiefenbach bedeutet das: Klassenerhalt so gut wie sicher – vermutlich sogar einstellig.

 

Die Streberplätze ganz vorne beim Lehrer teilen sich der VfB Epfenbach und der FC Zuzenhausen II. Zwei Teams, die man dort auch erwartet hatte. Mit jeweils vier Punkten Vorsprung sind beide leicht gepolstert, aber noch in Schlagdistanz für den lauernden SV Rohrbach auf Platz vier.

Das einstige Aushängeschild der Kreisstadt hatten wir zwei Plätze schlechter vermutet – eine kleine wissenschaftliche Ungenauigkeit, die wir sportlich nehmen.

 

Langsam, aber sicher mausert sich Luca Romig zum Kreisliga-Goalgetter. Nach 23 Buden in der Vorsaison stehen aktuell bereits 14 Treffer zu Buche. Führend in dieser Statistik ist – wenig überraschend – Maik Grund vom Tabellenführer Epfenbach.

"Gute Laune in der Kreisliga Sinsheim - wohin man schaut"

Das Mittelfeld der Liga bilden TG Sinsheim, VfB Eppingen, Kürnbach und Mühlbach. Gerade der TSV Kürnbach ist schwach in die Saison gestartet, hinterließ im Spiel gegen unseren SV Reihen jedoch einen starken Eindruck. Mit der jungen Mannschaft ist dort noch deutlich Luft nach oben.

 

Auf Rang 11 folgt die wohl größte negative Überraschung: die SG Waibstadt. Auch wenn noch ein Spiel weniger auf der Uhr steht, sind 18 Punkte aus 14 Begegnungen eher ernüchternd. Weiler wiederum kann mit derselben Punkteausbeute zufrieden sein und ist – wie auch der FC Rohrbach a.G. – noch nicht akut abstiegsgefährdet.

 

Ganz anders sieht es bei Obergimpern, Helmstadt und Schlusslicht Neckarbischofsheim aus. Gerade der TSV hat im Winter allerdings ordentlich aufgeforstet. Mit Fathi Memet Kara könnte ein echter Gamechanger verpflichtet worden sein. Der Angreifer erzielte in der Vorsaison 34 Treffer für Türkspor und war maßgeblich am Meistertitel beteiligt. Die wird er mit seinem neuen Verein zwar nicht feiern – doch für den Klassenerhalt hat Neckarbischofsheim einen ordentlichen Nagel ins Brett geschlagen. Tendenz: Unten wird’s eng.

Fehlt noch der Verein, um den sich hier alles dreht: der SV Reihen.

 

Ein sehr solider fünfter Tabellenplatz zur Winterpause. Vor zwei Jahren stand man zum selben Zeitpunkt exakt dort – und holte am Ende mit einer beeindruckenden Rückrunde die Vize-Meisterschaft. Ob es auch diesmal wieder so weit nach oben geht?

Gerade die bitteren Niederlagen in Helmstadt sowie gegen Rohrbach/Eppingen taten weh und verhinderten den ganz großen Wurf.

 

Was aber allemal im Gedächtnis bleibt, sind die Fußballfeste im August-Karolus-Stadion gegen Weiler und Rohrbach. Beide Spiele wurden gewonnen, das Stadion war pickepackevoll – beste Werbung dafür, wie sehr die Kreisliga Sinsheim begeistern und mobilisieren kann.

"Gegen den FC Weiler war das Prof. Karolus Stadion mit über 400 Zuschauern und Choreo der Reihen Fans mal wieder Schauplatz eines ausergewöhnlichen Fussballfestes"

Was das spielende Personal der Schwarz-Weißen betrifft, muss erneut betont werden, wie gesegnet der SV Reihen mit seinen beiden Torhütern Golenia und Scholl ist. Zwei Keeper im absoluten Leistungsspitzenbereich der Liga – ein entscheidender Faktor für den Erfolg der vergangenen Jahre. Vom herausragenden menschlichen Beitrag ganz zu schweigen.

 

Weiterhin auffallend: Mittelfeld-Staubsauger Max Lorenz. Trotz hoher defensiver Belastung stehen drei Tore und zwei Vorlagen zu Buche. Kombiniert mit einer starken Zweikampfquote entwickelt sich der Sechser zunehmend zum besten seiner Zunft in der Liga. Tendenz: Mr. Zuverlässig – hoffentlich auch im neuen Jahr.

 

Nicht alles ist rosig: Christian Stumpf verlässt das Trainerteam im Sommer auf eigenen Wunsch. Damit bleiben 15 Abschiedsspiele für einen Trainer, der sicher nichts dagegen hätte, seine erfolgreiche Zeit in Reihen mit einem Titel zu krönen.

 

Und wie von Zauberhand sind wir beim Kreispokal:

Am 02. April empfängt der SV Reihen den VfB Epfenbach im heimischen Stadion. Die Chance auf einen erneuten Finaleinzug ist also real. Dieses Medium wird sich zu gegebener Zeit ausführlich damit befassen.

 

Wenn der Wettergott mitspielt, startet die Rückrunde am 01. März direkt mit einem echten Kracher: SV Reihen gegen FC Zuzenhausen II.

 

Wir schließen das Buch 2025, lehnen uns kurz zurück – und freuen uns wie Bolle auf ein neues Jahr im sinsheimer Oberhaus.

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