Sie standen an der Spitze des SV Reihen - in Zeiten des Aufbruchs, des Erfolgs, aber auch in schwierigen Phasen. Jeder Vorstand prägte den Verein auf seine Weise und hinterließ Spuren, die bis heute sichtbar sind. Ein Blick auf Persönlichkeiten, Entscheidungen und Kapitel der Vereinsgeschichte.
Seit 2018 Sascha Reimann
2012 -2018 Uwe Hengster
Uwe Hengster war vor seiner Amtszeit bereits sechs Jahre Trainer der ersten Mannschaft und führte den SV Reihen zum so wichtigen Aufstieg aus der B-Klasse.
Während seiner Jahre als Vorstand wurde unter anderem der Gastraum des Clubhauses renoviert. Sportlich schrieb Hengster Vereinsgeschichte als erster Präsident, der seine Mannschaft in der Landesliga erleben durfte. Nach dem Wiederaufstieg in die Kreisliga gelang 2015 sogar völlig überraschend die Meisterschaft.
Uwe Hengster war eine der prägnantesten, aber auch umstrittensten Persönlichkeiten der vergangenen zwanzig Jahre beim SV Reihen. Während er zu Beginn sowohl als Trainer als auch als Vorstand mit unbeugsamem Willen Ziele formulierte und erreichte, waren die letzten Jahre seiner Amtszeit zunehmend von Stillstand geprägt.
2009 - 2012 Bernd Maag
Bernd Maag vollzog in seiner kurzen, aber intensiven Amtszeit einen der mutigsten und radikalsten Schritte der vergangenen Jahrzehnte. Gemeinsam mit einer Mannschaft, die nahezu ausschließlich aus einheimischen Spielern bestand, wurden finanzielle Zuwendungen an einzelne Akteure vollständig abgeschafft.
Stattdessen setzte man konsequent auf Kameradschaft, Identifikation und Gemeinschaftssinn. Ein Schritt, der damals Mut erforderte — und dessen Grundidee den Verein bis heute prägt.
2001 - 2009 Toralf Hinze
In der Amtszeit von Toralf Hinze ging es zunächst um nichts Geringeres als das nackte Überleben des Vereins. Einer der schwierigsten Momente der Vereinsgeschichte mündete in eine der längsten Mitgliederversammlungen überhaupt, bei der erst nach mehrfachen Unterbrechungen ein neuer Vorsitzender gefunden werden konnte.
Sportlich musste der SV Reihen in dieser Phase erstmals den bitteren Gang in die B-Klasse antreten. Das große Ziel war daher klar definiert: die Rückkehr mindestens in die A-Klasse. Unter schwierigsten Bedingungen gelang dieser Wiederaufstieg nach sieben Jahren.
Parallel dazu wurde der Verein strukturell neu aufgestellt. In dieser Zeit wurden Reformen angestoßen und Grundlagen geschaffen, ohne die viele der späteren sportlichen und organisatorischen Erfolge kaum denkbar gewesen wären.
1993 - 2001 Rolf Klein
Rolf Klein trat als Spielerlegende das schwierige Erbe von Kurt Wörns an. Die großen Erfolgsjahre der 1970er- und 1980er-Jahre waren vorbei, zugleich veränderten sich die Anforderungen an die Vereinsarbeit zunehmend.
In seine Amtszeit fiel unter anderem die teilweise Renovierung des Clubhauses anlässlich des 75-jährigen Vereinsjubiläums. Sportlich konnten zunächst noch beachtliche Erfolge gefeiert werden: Ein dritter Platz in der Bezirksliga sowie eine unter Reihen spielende B-Jugend, die in der Verbandsliga Nordbaden auf sich aufmerksam machte. Zusätzlich wurde 1994 der heute noch sehr aktive Förderverein gegründet und der Kuckucks-Kurier als Stadionzeitung aufgelegt.
Der Pokalsieg im Jahr 2000 markierte schließlich noch einmal einen sportlichen Höhepunkt — zugleich aber auch das letzte große Aufbäumen eines Vereins, der bereits damals in vielen Bereichen ins Wanken geraten war.
1969 -1993 Kurt Wörns (Ehrenvorsitzender)
25 Jahre lang war Kurt Wörns 1. Vorsitzender des Sportvereins. Zahlreiche sportliche Erfolge, darunter auch die Jahre in der 2. Amateurliga, fielen in seine Amtszeit. Seine wohl größte Errungenschaft bleibt jedoch der Bau des Prof.-Karolus-Stadions inklusive Clubhaus, das 1974 mit einem Spiel gegen 1860 München eingeweiht wurde. Von diesem Moment an wurde die Anlage Schauplatz unzähliger sportlicher Dramen, großer Siege und bitterer Niederlagen — und zugleich ein prägendes Wahrzeichen für Reihen.
Auch im Rückblick ist Kurt Wörns nicht unumstritten zu betrachten: Viel Geld wurde investiert, um sportlichen Erfolg zu ermöglichen. Gleichzeitig hat er einen bedeutenden Teil seines Lebens dem SV Reihen gewidmet. Dass der Verein heute weit über die Region hinaus als Traditionsverein wahrgenommen wird, ist nicht zuletzt eng mit seiner Amtszeit verbunden.
Nach seinem Ausscheiden im Jahr 1993 wurde er unmittelbar zum Ehrenpräsidenten gewählt. Bis zu seinem Tod im Jahr 2010 blieb er seinem Verein tief verbunden.
1965-1969 Karl-Heinz Neff
1961-1965 Wilhelm Rößler
Unter der Leitung von Wilhelm Rößler wurde das altehrwürdige Clubhaus am "alten Sportplatz" mit Dusche, Umkleideräume und Wirtschaftsraum ausgestattet. Damit war ein lang ersehnter Wunsch erüllt und der Spielbetrieb konnte nun reibungsloser verlaufen.
1959-1961 Adolf Barth
1953 - 1959 Wilhelm Lang
Im Januar 1953 übernahm Wilhelm Lang die Vereinsführung. Seine erste Aufgabe war die Verjüngung der 1. Mannschaft. Jugendspieler wurden nach und nach in die 1. Mannschaft eingebaut. Auch dank dieser Maßnahme feierte der SV Reihen 1958 die erste Meisterschaft.
1951-1953 Josef Vohwinkel
1950-1951 Emil Bräunling
1945-1950 Gregor Barth, Wilhelm Keitel, Adolf Feil, Adolf Barth, Walter Kountz
1939-1945 H. Tropf
1937-1939 Emil Bräunling
1933-1937 Emil Brunner
1930-1933 Jakob Grittmann
1928-1930 Heinrich Brandmeier
1923-1928 Josef Vohwinkel
1922-1923 Josef Karolus
1920 - 1922 Karl Rudi
Karl Rudi war der erste Präsident des damaligen Fußball-Clubs, den er gemeinsam mit 22 weiteren Gründungsmitgliedern am 1. Mai 1920 ins Leben rief.
In Rekordzeit von nur sechs Wochen wurde mit Hilfe von „Fußballvater“ August Karolus aus einer einfachen Wiese ein bespielbarer Fußballplatz geschaffen. Noch im selben Jahr fand unter seiner Führung auch das erste Spiel der Vereinsgeschichte statt: Am 13. Juni gegen den TSV Ittlingen — selbstverständlich mit einem 5:3-Erfolg.
Ebenfalls noch 1920 beschlossen die Mitglieder die Umbenennung in SV 1920 Reihen. Auch wenn Karl Rudis Amtszeit nur zwei Jahre dauerte, wurden in dieser frühen Phase bereits die entscheidenden Weichen für einen Traditionsverein gestellt, der weit über das Dorf hinaus Bedeutung gewinnen sollte.