Der SV Reihen gewinnt seinen Saisonauftakt in der Wüste von Treschklingen mit 2:1 und zeigt schon im ersten Spiel der neuen Runde, wie man in dieser Saison erfolgreich sein kann.
Die Wundertüte aus Treschklingen mit einer nahezu komplett neuen Mannschaft war der erwartet schwierige erste Prüfstein. Dazu kam der schon oft beschriebene Platz, der mittlerweile tatsächlich nahezu keinerlei Gras mehr aufweist und ein Fußballspiel, wie man es von einem Rasenplatz kennt, kaum zulässt.
"Ball und Gegner im Blick - Fabi Hack"
Zwar setzte der SV Reihen den einen oder anderen spielerischen Glanzpunkt, doch trotz fast durchgehender Feldüberlegenheit und viel Initiative wollte bis zur 65. Minute kein Treffer fallen. Dann erlöste Yanik Schwartz den zahlreich mitgereisten Reihen-Anhang und erzielte das verdiente 1:0.
Vielleicht war man sich seiner Sache und der drei Punkte anschließend schon wieder etwas zu sicher. Denn zehn Minuten vor dem Ende erzielten die Hausherren quasi aus dem Nichts den Ausgleich.
Doch Reihen hatte die richtige Antwort.
"Tor für den SV Reihen"
Nur fünf Minuten später vollendete Mbaye Jeng, der über die linke Seite einer der großen Aktivposten des SVR war, den schönsten Spielzug des Tages zum 2:1-Siegtreffer.
Es war kein spielerischer Leckerbissen – und dennoch vielleicht schon ein Sinnbild dafür, wie dieser SV Reihen erfolgreich sein kann: nur zusammen, nur im Kollektiv und nur dann, wenn jeder Sonntag für Sonntag seinen Job macht. Und wenn nötig auch einmal den Fehler eines Mitspielers ausbügelt.
Die ersten drei Punkte sind im Sack.
Auf geht’s in die Derbywoche – am Sonntag kommt Ittlingen!
"Jan - Erwin Koprivnik war seit 3 Jahren wiedermal in der Startelf"
Randgeschichten gibt es auch noch ein paar:
Auch abseits des Ergebnisses schrieb dieser Saisonauftakt ein paar kleine Geschichten. Jan-Erwin Koprivnik stand erstmals seit rund drei Jahren wieder in einem Pflichtspiel von Beginn an auf dem Platz.
Und auch für Yannik Obländer war es ein besonderer Nachmittag: Sein erstes Kreisliga-Spiel als Trainer endete direkt mit drei Punkten – ein Einstand, der sich durchaus sehen lassen kann.
Weniger erfreulich war dagegen das Bild rund um den Sportplatz in Treschklingen. Gerade einmal 17 Zuschauer wurden am Spielfeldrand handgezählt. Für einen Saisonauftakt in der Kreisliga ist das erschreckend wenig und man wird das Gefühl nicht ganz los, dass beim einst etablierten Kreisligisten so langsam die Lichter ausgehen. Eine komplett neu zusammengestellte Mannschaft, ein Sportplatz in schwierigem Zustand und kaum noch Zuschauer – es sind keine einfachen Zeiten für den SV Treschklingen.
Dabei gehören gerade solche Vereine und solche Sportplätze zur Fußballlandschaft unseres Kreises. Bleibt deshalb zu hoffen, dass sich in Treschklingen in den kommenden Jahren wieder etwas entwickelt und sonntags wieder deutlich mehr Leben rund um den Platz herrscht.
Hoffnung machen die unfassbar engagierten Garagen-Essens-Verkäufer und Verantworltichen welchen es in erster Linie zu wünschen wäre das der SV T wieder etwas lebendiger wird.
Das aber nur nebenbei, wir bleiben bei uns und bei unserem Sportplatz, welcher aktuell auch nicht mehr viel besser aussieht. Vielleicht schickt der Himmel neben einem Derbysieg auch ein bisschen Regen.