Gefiederte Rivalen

Endlich wird mal wieder anständig gevögelt im Prof.-Karolus-Stadion.

 

Erfahrene Leser dieses Blogs wissen, dass sich dabei jegliche Zweideutigkeiten verbieten und wir rein das Sportliche beleuchten.

 

Daher ganz simpel: Der Phönix aus Steinsfurt kommt zum Kuckuck nach Reihen. Wer hat die Lufthoheit?

Oder etwas sportlicher formuliert: Der TSV Steinsfurt kommt am Sonntag zum Derby ins Karolus-Stadion.

 

Hier gibt’s die wichtigsten Informationen.

Die Ausgangslage:

 

Rein tabellarisch sind die Rollen klar verteilt. Während der SV Reihen mehr als ordentlich in die Saison gefunden hat und nach zuletzt zwei Heimsiegen auf dem 4. Tabellenplatz steht, reist der TSV Steinsfurt mit bislang null Punkten als Tabellenletzter an.

 

Sämtliche Hinweise darauf, dass jedes Derby seinen eigenen Charakter hat und sich herzlich wenig um Tabellenkonstellationen schert, erübrigen sich von selbst.

 

Wer am Sonntag auf SV-Seite nicht ins Laufen kommt, dem ist nicht zu helfen. Es werden wieder viele Zuschauer da sein. Es wird beim Warmmachen knistern, es wird beim Einlaufen knistern – und spätestens wenn der Ball rollt, muss es krachen.

Der Gegner:

 

Der Phönix, der im Namen der Steinsfurter Fußballer eine wichtige Rolle spielt, ist bekanntlich ein Vogel, der verbrennt, nur um anschließend wieder aus seiner eigenen Asche aufzuerstehen.

Ziemlich passend, wenn man den TSV in den vergangenen Jahren beobachtet hat.

 

Von der Landesliga bis hinunter in die B-Klasse – und anschließend wieder zurück in die Kreisliga. Zu einem weiteren Aufstieg dürfte es in diesem Jahr eher nicht kommen. Nach nunmehr fünf sieglosen Spielen geht der Blick zunächst wohl in Richtung Klassenerhalt.

 

Wer Steinsfurt aber nach dieser kurzen Spielzeit bereits abschreibt, hat seine Rechnung ohne den Phönix gemacht. Dessen Geschäftsmodell ist schließlich, wie beschrieben, die Auferstehung.

Und wo könnte eine Trendwende besser gelingen als ausgerechnet im Derby?

Nicht daran mitwirken kann Spielertrainer Prommer. Sicher eine weitere Schwächung für die Gäste. Aber auch hier gilt für den SV: Leichtsinn verboten.

Der SV Reihen:

 

Der Saisonstart ist bis hierhin gelungen. Tabellenplatz vier und zehn Punkte können sich mehr als sehen lassen. Zusätzlich haben in den vergangenen Wochen einige Spieler auf sich aufmerksam gemacht. Musik, Fabi Hack oder Di Meo konnten gerade bei den beiden jüngsten Heimspielen ordentlich Werbung für sich machen.

 

Yanik Schwartz wird am Sonntag sicher ausfallen, ebenso Frank Ebert und wahrscheinlich Felix Leibold. Ebenso  nicht mit von der Partie wird der gesperrte Bellanave sein. 

 

Der Kader ist klein – das wissen mittlerweile alle.

 

Trotzdem schwebt aktuell ein Geist über dieser Mannschaft, der vermuten lässt, dass sich am Sonntag jeder Einzelne noch ein paar Prozent mehr aus den Federn schüttelt.

 

O-Ton SV-Trainer Sascha Fuhr:

 

„Wir haben die ganze Trainingswoche davor gewarnt, das Spiel auf die leichte Schulter zu nehmen. Der TSV wird an diesem Tag alles in die Waagschale werfen und sich mehr als wehren.

Wir müssen eine konzentrierte Leistung bringen und unseren Zuschauern den Derbysieg schenken.

 

Was unser Vorteil ist, ist wieder die Geschlossenheit im Verein. Trotz der vielen Ausfälle helfen im Moment Björn Hack, Sascha Klein und Sascha Reimann bereitwillig aus. Das ist alles andere als selbstverständlich.“

Fan-Info

 

Besondere Spiele haben in Reihen immer einen besonderen Rahmen. Deshalb wird es zum Derby auch wieder eine Aktion in der Nordkurve geben. Wie immer dürfen dazu alle gerne etwas früher als sonst am Platz sein und die Mannschaft noch lautstärker als gewohnt aufs gegnerische Tor peitschen.

 

Ein Motto wird es an diesem Tag nicht geben. Zieht an, was ihr wollt.

Während der Gegner seine Fans unter dem Motto „Alle in Blau“ nach Reihen ruft, reicht es uns völlig, wenn wir nach dem Derbysieger-Bier blau sind.

 

Zusätzlich feiern die Alten Herren ihren 10. Geburtstag seit der Neugründung. Viele davon werden am Sonntag im Stadion sein und schon zu etwas früherer Stunde mit dem ersten Gadoraite anstoßen. Eingeladen sind dazu alle, die Lust haben.

 

Last but not least gibt es am Sonntag natürlich auch den neuen Kuckucks-Kurier.

Nachdem uns die vergangenen Ausgaben regelrecht aus den Händen gerissen wurden, haben wir die Stückzahl dieses Mal erhöht. Damit zukünftig auch wirklich jeder mitlesen kann.

 

Sonntag. Derby. Kuckuck gegen Phönix.

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